Aufruf 1. Mai 2012

Denk‘ ich an die Zukunft – krieg‘ ich die Krise…

Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, nie genug Kohle, steigende Preise und Mieten, keine kostenfreien Freizeitangebote, zu große Schulklassen, Prüfungsstress, Hartz IV, kein Ausbildungsplatz, Leistungsdruck, verstrahlte & vergiftete Umwelt, Naziterror, drohende Klimakatastrophe, Kriege, Angst, weltweite Ungleichheit, Hunger, Internetzensur, Überwachung …

Die Krise heißt Kapitalismus

Es gibt genug Gründe, sich zu empören. Deswegen gehen weltweit Menschen und insbesondere Jugendliche auf die Straße, streiken oder besetzten öffentliche Plätze: Ob bei den Bildungsprotesten in Chile, den Protesten in Belgien oder England, bei der Occupy-Bewegung in den USA, oder bei den Generalstreiks in Griechenland, Portugal, Italien und Spanien. Sie alle eint die Gewissheit, dass es so, wie es jetzt ist, nicht weiter gehen kann.
Uns Jugendliche trifft die Krise besonders hart: Viele junge ArbeiterInnen können sich nicht sicher sein, einen Job nach der Ausbildung zu ergattern. Viele Unternehmen stellen auch gar nicht mehr ein, sondern entlassen ArbeiterInnen. Die Folgen sind hohe Arbeitslosigkeit, steigende Unzufriedenheit und Existenzangst. In Griechenland beispielsweise sind bereits 40% der Jugendlichen arbeitslos. Wir sagen: Griechenland ist nicht allzu fern. Was im Moment die Lohnabhängigen und die Jugend Griechenlands durchmachen wird auch uns bald blühen, wenn wir uns nicht wehren!
Wir haben diese Krise nicht verursacht! Wir haben die Schulden nicht angehäuft und wir haben nicht mit Milliarden spekuliert – weder die griechischen ArbeiterInnen noch die deutschen!
Doch was hat es dann mit dieser „Krise“ auf sich von der immer alle sprechen? Ist sie ein unglücklicher Zufall, welcher unser Wirtschaftssystem heimgesucht hat? Wir sagen, der Fehler liegt im System! Die Krise heißt Kapitalismus! Dieses menschenverachtende System, welches den Profit an die oberste Stelle setzt, wollen wir nicht!

Was hat das alles mit uns hier in Rostock zu tun?

Viele Rostocker Jugendliche bangen um einen Ausbildungsplatz, im Rostocker Marinehafen liegen Kriegsschiffe vor Anker und Faschisten hetzen gegen MigrantInnen und Andersdenkende. Doch auch hier regt sich Widerstand: In Rostock hat sich ein Bündnis aus verschiedenen Gruppierungen gegründet, welche den 1. Mai nutzen wollen um, auf der Demo der Gewerkschaften mit einem kämpferischen Jugendblock aufzutreten. Wir solidarisieren uns mit den antifaschistischen Aktionen gegen den Missbrauch des 1. Mai durch faschistische Organisationen. Dieser Tag, der 1. Mai, ist unser Tag! An diesem Tag werden wir zeigen, dass wir bereit sind für eine bessere, eine lebenswerte Zukunft einzutreten und zu kämpfen!

Auch Du bist eingeladen dich mit Ideen und Vorschlägen einzubringen. wir treffen uns regelmäßig Montags um 19 Uhr im Bildungskeller (Ulmenstraße 69, Haus 3)

Gemeinsam kämpfen wir für:
– 30-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich und Mindestlohn von 10€ !
– Eine existenzsichernde Ausbildungsvergütung und die Übernahme aller Azubis im erlernten Beruf !
– Ein umfassendes Streikrecht und das Recht auf politischen Streik !
– Gleiche Bildungschancen für alle – unabhängig von Geldbeutel, Hautfarbe oder Geschlecht !
– Eine saubere Umwelt ohne Atomkraft und Ölpest !
– Eine friedliche Welt – Bundeswehr sofort raus aus Afghanistan, Schulen und Hochschulen !

Was tun? Was tun! Organisier dich mit uns: gewerkschaftlich, kämpferisch, antikapitalistisch!

Nehmen wir einmal an, Deutschland wäre von Griechenlands Kürzungsmaßnahmen betroffen.
Dann:

– würden die Löhne um 20 – 30% gekürzt
– wären Alkohol, Tabak und Benzin 33% teurer
– würde das Arbeitslosengeld um 22% gekürzt
– hätten alle unter 25-Jährigen 32% weniger Lohn

Kommt alle zur DGB-Demonstration und reiht euch in den kämpferischen Jugendblock ein.

Wann? 1. Mai 2012 um 10 Uhr!

Wo? Werftdreieck/Maßmannstraße!

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